Mechernich/Kreis Euskirchen – Was für fast alle Betroffenen ein Albtraum ist, passiert in der Realität immer wieder: Eltern trennen sich und auch der Kontakt ihrer Kinder mit den Großeltern geht in die Brüche.
Welche Hintergründe hat ein so rigoroser Schritt? Kann eigenes Verhalten dazu beigetragen haben? Wie baut man wieder Brücken auf? Gibt es rechtliche Schritte?
Über diese und andere Fragen referiert die Erziehungswissenschaftlerin Dr. Charlotte Michel-Biegel zum Thema „Zum Gericht für meine Enkel?“ am Donnerstag, 19. Oktober, von 17 bis 20.15 Uhr im „Haus der Familie“ (Herz-Jesu-Vorplatz 5) in Euskirchen. Eingeladen hatte sie die „Bundesinitiative Großeltern“ (BIGE).
Mehr als ein Vortrag
Über 20 Personen kamen am Mittwoch Abend zum Vortrag bei der Bundesinitiative Großeltern in der Katholischen Familienbildungsstätte Euskirchen. Thema des Abends: „Zum Gericht für meine Enkel? Wenn Großeltern keinen Kontakt mehr haben“. Interessante Einblicke aus der Praxis gab es beim Vortrag der Erziehungswissenschaftlerin Dr. Charlotte Michel-Biegel. Die rechtlichen Fragen wurden ausführlich mit der Familienrichterin, Frau Lippok-Wagner erörtert. Sie gab Auskunft über die rechtlichen Vorgaben und neue Entwicklungen im Familienrecht. Die vielen Fragen und Anmerkungen der Gäste sorgten für einen regen Austausch. Auch das von BIGE-Mitgliedern selbst gemachte Gebäck, Gulasch- und Kürbissuppen luden zum Verweilen und zu weiteren Gesprächen ein. Wer nicht viel reden wollte, kam auch auf seine Kosten: Das Ehepaar Kopp war mit der bundesweiten Großeltern-Akademie mit zahlreichen Büchern und Veröffentlichungen dabei. Als Zugabe gab es liebevoll gestaltete „Mitbringsel“, Ideen und Anregungen. Insgesamt: Ein gelungener Abend, der zwar Probleme oder Herausforderungen behandelt hat, nach welchem man aber mit Zuversicht und Hoffnung nach Hause gehen konnte – und mit dem Gefühl, hier sind wir richtig.
Dr. Charlotte Michel-Biegel
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