Der Solidaritätspreis 2018 wurde von der Stiftung Soziale Arbeit in Euskirchen vergeben. Preisträgerin war Annemie Wittgen, die Vorsitzende der Bundesinitiative Großeltern.
Die Bundesinitiative Großeltern ist eine Selbsthilfeinitiative von Großeltern, die Großeltern hilft, die keinen Kontakt zu ihren Kindern und Enkeln haben. Die örtliche Gruppe in Euskirchen, die bis nach Köln hinein aktiv ist, wird von Frau Wittgen, ehrenamtlich organisiert.
Weil sich betroffene Großeltern nicht damit abfinden wollten, dass ihre Enkelkinder ohne Großeltern aufwachsen müssen, wurde schon 2002 die Bundesinitiative Großeltern von einer Betroffenen initiiert und gegründet. Frau Wittgen steht heute als Bundesvorsitzende an der Spitze dieser Selbsthilfeinitiative und organisiert ehrenamtlich die Euskirchener BIGE Gruppe.
Über die Vergabe des Preises freute Frau Wittgen sich sehr. „Wir sind ganz stolz und beeindruckt, dass wir für den Solidaritätspreis ausgewählt wurden. Die Wahrung der Kinderrechte steht für uns an erster Stelle. Nicht der Konflikt zwischen Eltern und Großeltern, sondern die Kinder. Ich werde mich immer für die Rechte der Kinder einsetzen. Sie sind unsere Zukunft.“
Die Stiftung Soziale Arbeit vergibt den Solidaritätspreis, der mit 1000 Euro dotiert ist, einmal jährlich an Initiativen oder Einzelpersonen beziehungsweise Organisationen, die sich durch ihr praktisches Tun um die Entwicklung oder die Sicherung des gesellschaftlichen Zusammenhalts verdient gemacht haben.
Die Stiftung wurde vor 20 Jahren von der Arbeiterwohlfahrt ins Leben gerufen. Sie ist mittlerweile selbstständig und unabhängig. „Wir fühlen uns aber den solidarischen Grundsätzen und der Idee vom Streben nach einer sozial gerechten Gesellschaft weiterhin verbunden.“, sagte der Präsident der Stiftung Soziale Arbeit, Felix Thurow. „Solidarisches Handeln ist das was wir als Stiftung mit unserem Preis fördern wollen!“
AWO Regional 13.12.2018 | Nr. 1756

