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Umgang mit Elternkonflikten aus der Kinderperspektive: Wie erleben Kinder Trennung und Scheidung?

Vortrag und Podiumsgespräch mit Ursula Kodjoe am Mittwoch den 13.04.2016.

Alle weiteren Informationen entnehmen Sie dem Flyer.

Auf Einladung der Vorsitzenden der Bundesinitiative Großeltern BIGE, Frau Annemie Wittgen, und des Hauses der Familie in Euskirchen referierte die Therapeutin Ursula Kodjoe über die Folgen für Kinder durch Trennung und Scheidung der Eltern. Sie beschrieb den Umgang mit Elternkonflikten aus der Kinderperspektive.

„Wenn ich von der Mama weggehe, bin ich traurig. Wenn ich dann vom Papa weggehe, bin ich auch traurig. Ich bin jetzt fast immer traurig.“ zitierte die Expertin Ursula Kodjoe den neunjährigen Max. Dies war nur ein Beispiel, das den zahlreich anwesenden Teilnehmern bei der Veranstaltung am 13.4. im Euskirchener Kreishaus genannt wurde – und betroffen machte. Frau Kodjoe sagt, „das größte Problem ist, dass die Eltern nicht miteinander reden“. Sie verfolgt zwei Ziele: die Rechte der Kinder durchzusetzen und zu schützen. Kein Elternteil habe das Recht, den anderen rauszukicken, und auch nicht, sich selbst raus zu nehmen. Außerdem müssten sich Eltern gemeinsam als Eltern wahrnehmen.

Ursula Kodjoe erwähnte auch die Situation der Großeltern in Trennungssituationen. Die Großeltern können Angebote machen, da Kinder dann feste Bindungen brauchen, die durch die Großeltern ermöglicht werden. „Großeltern können der Fels in der Brandung sein. Wichtig ist, dass sie unparteiisch sind.“

HS

"Recht auf die ganze Familie" Artikel der Kirchenzeitung vom 3.6.2016 über die Veranstaltung mit Frau Kodjoe.