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Ein Bericht von Annemie Wittgen

Um 8:30 Uhr war ich schon dort. Etwas verspätet begannen die Workshops. Frau Spachtholz vom „Verein berufstätiger Mütter“ hat das Wechselmodell als hilfreich für getrennt lebende Familien vorgestellt und als sehr vorteilhaft bezeichnet.

Dann sprach Frau Dr. LiLi über ihre medizinische Arbeit in der ganzheitlichen Medizin. Sie kam schnell zu dem Thema „Grosseltern“ und sprach über die Wichtigkeit der Grosseltern-Enkel-Beziehung und die Grosselternforschung mit der Uni Mainz. Ebenso sprach sie über die Belastungen in der Familienproblematik und die Erkrankungen, die sich daraus ergeben.

Leider ist diese Forschung noch nicht abgeschlossen. Frau Dr. LiLi braucht noch mehr Grosseltern, die bei der Forschung mitmachen. Wir haben gute Gespräche geführt. Auch mit ihrem Mann, Herrn Rudolph, dem Verfechter des Cochemer Modells.

Schön war es, Frau Kodjoe persönlich zu sprechen, die im Frühjahr zu uns nach Euskirchen kommen wird. 

Prof. Dr. Sünderhauff sprach über die rechtliche Entwicklung der elterlichen Verantwortung in Europa.

Damen und Herren aus Dänemark, der Schweiz, USA, Kanada, Belgien, Frankreich, Niederlande, Portugal haben ihre Ansichten aus verschiedenen Ländern vorgestellt in ihren

Vorträgen und es gab auch sehr gute Gespräche.

Man kann als Fazit sagen: in aller Welt sind Wissenschaftler, Therapeuten, Psychologen, Universitäten, Eltern- und Vätergruppen der Meinung, dass dieses Wechselmodell die sozial

gleichberechtigste Lösung für Kinder und Eltern bei der Trennung ist.

Einige Länder sind Vorreiter z.B. Belgien, die Schweiz und der Osten Spaniens. Auch haben viele europäische Länder die Mediation in Form der Cochemer Praxis als Regelfall.

Ich denke, es muss noch einiges geschehen, damit sich das Wechselmodell durchsetzt.

Es war ein anstrengender Tag, aber sehr interessant und eindrucksvoll. Viele unserer BIGE-Flyer habe ich verteilt Es gab viele Interessierte. Einige Visitenkarten und Adressen habe ich ausgetauscht.

Lustig war, als am Mittagstisch ein Holländer, ein Portugiese und ein Franzose das Rezept von den leckeren Klößen von mir wissen wollten, da ich die einzige Frau am Tisch war. Ebenso viel wollten meine Gesprächspartner über Grosseltern in Deutschland wissen. Und das in Englisch, Französisch und Portugiesisch. Es war wirklich sehr lustig.

Alle Vorträge waren in Englisch mit Übersetzung. Es war ziemlich anstrengend, aber sehr interessant. Mein Englisch konnte ich wieder auffrischen und ich habe sehr nette Menschen kennen gelernt.