Die Stadt Köln hatte zu diesem Tag aufgerufen und es waren viele Gruppen und Institutionen dabei. Wir als Großelterninitiative BIGE waren auch mit einem Stand vertreten, der bei vielen Menschen Interesse geweckt hat.
Bei einigen Besuchern unseres Standes kam es allerdings vor, dass Missverständnisse ausgeräumt werden mussten, weil man die Großelterninitiative als eine bereichernde Initiative für Großeltern-Enkel-Aktionen und somit als Entlastung für die Eltern verstand.
Erst in einem Gespräch konnte dann geklärt werden, dass sich die BIGE für Großeltern einsetzt, die keinen Kontakt zu ihren Enkeln haben dürfen und die sich nicht damit abfinden wollen.
Für diese Interessenten war der Stand dann wohl nicht die richtige Wahl, die meisten standen der Initiative aber positiv gegenüber und waren von der Notwendigkeit einer solchen überzeugt.
Es war sehr gut zu beobachten, wie viele Besucher sich erst einmal nicht trauten, den Kontakt zum Stand aufzunehmen. Man sah sich unverbindlich die Prospekte und Flyer an und erst nach persönlicher Ansprache unsererseits kam ganz vorsichtig ein Gespräch zustande, aus dem sich viele Einzelschicksale erkennen ließen, die immer wieder die gleiche Aussage enthielten:
Nach Familienkonflikten und Trennung der Eltern wurde den Großeltern der Kontakt zu ihren Enkelkindern verweigert. Viele Großeltern erzählten von ihrer Hilflosigkeit und Überforderung in dieser Situation und sahen sich in einer ausweglosen Lage.
Frau Wittgen als Vorsitzende der BIGE konnte viele Informationen weitergeben, die dankbar angenommen wurden.
Es bleibt nun abzuwarten, ob nach diesem Aktionstag die betroffenen Großeltern die Gelegenheit wahrnehmen, die ab August wieder regelmäßig stattfindenden Großelterngruppen aufsuchen und die Hilfe der BIGE in Anspruch nehmen.
Juli 2015
