BIGE Bayern

Mein Name ist Aybike Soybaba und ich bin/war entsorgte Großmutter.

Mein Sohn hat, in unserem Fall, seine Familie verlassen.

Ich wusste sofort, dass nun eine schwere Zeit beginnen wird, denn meine mittlerweile Ex- Schwiegertochter und ihre Eltern haben alles versucht damit wir die Enkel nicht sehen dürfen (damals 4 Jahre und der Jüngere 8 Monate alt). Zum Glück fand ich ganz viel Unterstützung in der BIGE. Die Gespräche waren mir eine sehr wertvolle Hilfe vor allem, wenn ich nicht ein und aus wusste, denn trotz Gerichtsurteile gestalteten sich die Umgänge in den ersten Jahren als sehr problematisch und schwierig.

Daher kann ich  sehr gut mitfühlen und  mitleiden wie das entsorgten Großeltern geht. Das Gefühl von Machtlosigkeit, ausgeliefert zu sein, von niemand Unterstützung zu bekommen, ist einfach nur schrecklich und kann im schlimmsten Fall krank machen.

Ich wünsche keinem Großelternpaar diese Angst seine Enkelkinder nicht sehen zu dürfen. Da ich ohne die „BundesInitiativeGrossEltern“ das alleine nie geschafft hätte, bin ich gerne bereit meine Erfahrungen weiterzugeben. Betroffene Großeltern brauchen Kraft, Mut, Geduld und Gelassenheit. Ich unterstütze  dabei sehr gerne, denn alleine ist das nicht zu schaffen.
 
Für seine Enkel sich einzusetzen ist wichtig, denn die Enkel brauchen uns!


Eine weitere mit der BIGE verbundene Selbsthilfegruppe im Raum Nürnberg hat sich gegründet:

Wir sind „verstoßene“ Großeltern, wie so viele Tausende in unserem Land. Die Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland haben sehr großen Zulauf. Die Großeltern werden aus den verschiedensten Gründen „entsorgt“. und den Enkelkindern werden in diesem Zuge geliebte Familienmitglieder geraubt. 

Die Gründe sind sehr vielschichtig. Streitigkeiten in der Familie, Scheidungen/Trennungen oder wenn sich Großeltern an das Jugendamt wenden müssen. Die Verlierer sind immer die Kinder und auch, wie unsere Erfahrungen gezeigt haben, die Großeltern. Seit in Hersbruck unsere Selbsthilfegruppe „Ein Kind darf auch ein Enkel sein“ besteht, erreichen uns viele verzweifelte Anrufe von Omas und Opas. (Die Enkelkinder leiden im Stillen)

Wir betrachten es als menschliche Katastrophe, wenn einem Kind Bezugspersonen, die von Geburt an das Kind begleitet, betreut und auch aufgefangen und beschützt haben, entzogen werden und keinerlei Kontakt mehr stattfinden darf.

Kinder leiden, wenn sie von den Großeltern getrennt werden oder von weiteren Familienmitgliedern.

Kinder beziehen den Kontaktabbruch auf sich, suchen die Schuld auch bei sich und entwickeln Schuldgefühle.

Die Großeltern leiden immens unter dieser Situation der bewusst herbeigeführten Entfremdung.

Für Betroffene bieten wir in 91217 Hersbruck bei Nürnberg, Unterer Markt 2 in den Räumen von KISS Nürnberger-Land eine Selbsthilfegruppe für Großeltern, die ihr Enkelkind nicht sehen dürfen.

Der erste Schritt kostet immer Überwindung, doch dann machen viele die Erfahrung, dass die gemeinsamen Gespräche helfen, mit der Situation umzugehen, und dass man kein Einzelfall ist.

Lassen wir es nicht länger zu, dass unsere Enkel instrumentalisiert werden.

Interessierte können sich an folgende E-Mail-Adresse wenden: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

   
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